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2 Der Aufbau von CORBA
Der Object Request Broker
Seminar Verteilte Systeme
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CORBA
davon zur Verfügung, sondern überlässt dies anderen Herstellern. Einer der Dienste, welche
die CORBAservices zur Verfügung stellen, ist der Lebenszyklusdienst. Er beinhaltet eine vor-
gefertigte Möglichkeit, CORBAObjekte zu erstellen, löschen, kopieren und zu verschieben.
Ein weiterer Dienst ist der Bezeichnungsdienst. Er ermöglicht es, dass CORBAObjekte
registriert und somit überhaupt erst von anderen Objekten gefunden werden können. Dieser
Dienst wird noch einmal im folgenden Abschnitt genauer betrachtet.
Ein weiterer Bestandteil der OMA sind die CORBAfacilities. Sie stellen genau wie die
CORBAservices Dienste zur Verfügung, dieses Mal aber auf höherer Anwendungsebene.
Man unterscheidet dabei die horizontalen und die vertikalen Dienste. Bei den horizontalen
Diensten handelt es sich um branchenunabhängige Einrichtungen. Das können beispielsweise
Benutzeroberflächen oder Systemverwaltungseinrichtungen sein. Im Vergleich dazu sind die
vertikalen Dienste branchenabhängig. Zu ihnen gehören unter anderem die Hauptbuch-
funktionalität beim Buchungswesen genau so, wie die automatische Werkstattsteuerung in der
Fertigungstechnik.
Da die Schnittstellen für die Funktionen der CORBAservices und CORBAfacilities durch die
OMG standardisiert worden sind, kann man sie über alle Plattformen und Produkte hinweg
verwenden.
Die letzten beiden Bestandteile der OMA sind die Domain Interfaces und die Application
Interfaces. Beide befinden sich auf der gleichen Anwendungsebene wie die CORBAfacilities.
Während die Domain Interfaces branchenspezifische Schnittstellen anbieten, sind die
Application Interfaces die von Anwendungen angebotenen Schnittstellen.
2.2 Der Object Request Broker
Der Object Request Broker ist der wichtigste Bestandteil für die Kommunikation zwischen
den Objekten in CORBA. Er erfüllt viele Aufgaben. Dazu gehört unter anderem das Auf-
finden von Objektimplementierungen bei vorhandener Objektreferenz. Eine weitere Aufgabe
ist das Übertragen des Formates von Parametern und Rückgabewerten, die beim Aufruf einer
Methode eines entfernten Objekts gesendet oder empfangen werden. Dabei wird die Menge
aller Objektimplementierungen, auf welche der ORB Zugriff hat, ORBDomäne genannt.
Die Hauptaufgabe des ORB liegt darin Dienste, die eine Anwendungskomponente zur Ver-
fügung stellen, für andere Komponenten verfügbar zu machen. Als erstes muss die
Komponente, die den Dienst eines Objekts einer anderen Komponente nutzen möchte, eine
Referenz auf dieses Objekt erhalten. Hat die Komponente nun diese Referenz bekommen, so
kann sie eine Methode dieses Objekts aufrufen, also die Dienste dieses Objekts nutzen. Die
Aufgabe des ORB ist es, das zur Objektreferenz gehörende Objekt aufzufinden. Der ORB löst
die Anfragen von Objektreferenzen auf. Er stellt damit eine Verbindung zwischen den ein-
zelnen Anwendungskomponenten her. Dieser Mechanismus ist auch noch einmal in der
folgenden Abbildung 2.2 erläutert. Dort ist die Komponente, welche die Dienste einer
anderen Komponente nutzen möchte, mit Client bezeichnet. Die Komponente, deren
Objekte diese Dienste zur Verfügung stellen, heißt dort Server.
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