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1 Einleitung
Wie entstand CORBA ?
Seminar Verteilte Systeme
CORBA
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1.3 Wie entstand CORBA ?
Im Jahr 1989 gründete sich die Object Management Group (mit OMG abgekürzt) mit dem
gemeinsamen Ziel der Erstellung von Industrienormen und Spezifikation zur Unterstützung
einer allgemeinen Plattform zur Anwendungsentwicklung. Aus den ursprünglich acht Grün-
dungsmitgliedern, zu denen Hewlett Packard, Sun Microsystems und American Airlines
gehörten, sind inzwischen über 780 Mitgliedsfirmen und organisationen geworden. Auf
Grundlage der aktiven Arbeit entstanden viele Beschreibungen bezüglich der Objektwelt, wie
sie im Sinne der OMG ist. Diese Überlegungen wurden im Rahmen der Object Management
Architecture (auch kurz OMA) zusammengefasst. CORBA als Bestandteil der OMA sollte
nun den Standard des architektonischen Grundgerüsts liefern, anhand dessen die Funk-
tionalität des ORB implementiert wird und Anwendungen entwickelt werden.
Nach der Gründung der OMG 1989 wurde bereits im Dezember 1990 eine Version von
CORBA nämlich CORBA 1.0 vorgestellt. Dieser Version folgte schon Anfang 1991 die
nächste Version, CORBA 1.1. In dieser Version wurde unter anderem die Interface Definition
Language festgelegt. Kurz vor dem Erscheinen von CORBA 2.0 im Dezember 1994, gab es
noch die Version CORBA 1.2. Mit diesen 1.x-CORBAVersionen war ein erster großer
Schritt in Richtung Objektinteroperabilität getan. Denn jetzt war es möglich, dass Objekte die
in verschiedenen Programmiersprachen und auf Rechnern mit verschiedenen Plattformen
implement iert waren, miteinander kommunizieren konnten.
Ein Problem bestand aber weiterhin: CORBA-Realisierungen verschiedener Anbieter konnten
nicht miteinander kommunizieren, was die Objektinteroperabilität erheblich einschränkte.
Dieser Nachteil wurde mit der Veröffentlichung des CORBA-2.0Standards behoben. Damit
war auch die Kommunikation über CORBA-Realisierungen verschiedener Hersteller hinweg
gesichert und eine echte Objektinteroperabilität hergestellt.
CORBA wurde weiterentwickelt. So trat im Dezember 1997 CORBA 2.1 in Kraft und
inzwischen gibt es auch CORBA 3.0.
Bei all diesen Versionen von CORBA muss man jedoch sagen, dass es ein Ziel der OMG ist,
selbst keine Realisierung von CORBA zur Verfügung zu stellen, sondern sich nur mit den
Standards auseinander zu setzen. Man kann käuflich CORBAPlattformen erwerben. Bei-
spielsweise gibt es Distributed Smalltalk von ParcPlace Digitalk, Orbix und OrbixWeb von
IONA Technologies oder DSOM von IBM. Natürlich kann man sich auch freie Plattformen
aus dem Internet herunterladen. Zu diesen gehören unter anderem JacORB, ILU und DOME.
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